With the support of the Youth in Action programme of the European Union.

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Grußwort des Leiters des Europäischen Parlamentsbüros in Wien, Mag. Georg Pfeifer

Georg Pfeifer

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Modell EP!

Es ist Halbzeit im Europäischen Parlament, Halbzeit der Legislaturperiode 2014-2019. Die Plenarsitzung im Jänner 2017 war daher traditionell der Neuwahl des Präsidiums gewidmet, welchem neben dem Präsidenten und den 14 VizepräsidentInnen auch die fünf QuästorInnen angehören. Der neue Präsident des Europäischen Parlaments heißt Antonio TAJANI, er folgt auf Martin SCHULZ, der nach zwei Perioden und fünf Jahren in die deutsche Innenpolitik wechseln will.

Die Begleitmusik zur Wahl des neuen Präsidenten auf der Grundlage veränderter Allianzen hat viel medialen Niederschlag gefunden. Wichtiger ist allerdings die inhaltliche Auseinandersetzung mit den Herausforderungen, denen sich die Europäische Union in den kommenden Jahren bis zu den Europaparlamentswahlen 2019 stellen wird müssen. Martin Schulz hat es geschafft, dem Europäischen Parlament nach den Jahren der Bewältigung der Finanz- und Staatsschuldenkrise, die allzu oft ohne Beteiligung des Europaparlaments von statten ging, wieder den Einfluss und die Mitbeteiligung zurückzugeben, die diese Institution legitimer Weise beanspruchen kann.

Nunmehr gilt es, Antworten auf die wichtigsten Themen zu geben, die die nächsten Jahre prägen werden: Die Migrationsfrage wird aktueller denn je bleiben, viele Gesetzgebungsvorhaben sind entweder noch zu beschließen oder adäquat umzusetzen, obwohl schon einige Maßnahmen auf den Weg gebracht wurden. Und beim Austritt Großbritanniens gilt es, einen Kompromiss zu finden, der die wirtschaftlichen und politischen Bande zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU erhält, gleichzeitig aber den Zusammenhalt der Union sicherstellt.

Das Model European Parliament (MEP) bietet jungen Menschen die Möglichkeit, genau auf diese Fragen Antworten zu geben und dabei viel über die Entscheidungsprozesse im Europäischen Parlament und allgemein auf europäischer Ebene zu lernen. Ich freue mich daher, dass Sie auch dieses Jahr wieder Gast im Haus der Europäischen Union sind und wünsche gutes Gelingen, kreative Ideen und vor allem viel Spaß dabei, Europa voranzubringen. 

Georg Pfeifer,

Leiter des Informationsbüros des Europäischen Parlaments in Österreich